/ Lied der Woche

Aus tiefer Not schrei ich zu dir (5/7)

„Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ – der Anfang von Luthers Lied nach Psalm 130. Das ist ein Bußpsalm und ein Wallfahrtslied, das so beginnt: „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.“ Lateinisch klingt es so: „De profundis clamavi ad te, Domine“.

Aus der Tiefe. Was mag das für eine Tiefe gewesen sein? Vielleicht war da einer niedergeschlagen worden und lag am Boden. Oder er hat eine Menge Dreck am Stecken angesammelt, so dass er gar nicht mehr den Blick aufheben mochte. Oder er ist in einen Abgrund gestürzt und kommt nicht mehr alleine hoch. Oder er ist so deprimiert und verzweifelt, dass er sich wie in einem Loch fühlt. Aus der Tiefe  …. Wie gut, dass der, der da ganz unten ist, ruft. Und zwar in die richtige Richtung – nämlich nach oben. „Zu dir, Herr“. Und die Bitte ist „Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!“  Und dann erfahren wir im Psalm, was letztlich die Tiefe ist, die Not dessen, der dieses Psalmlied singt: es ist die Sünde. Das Getrenntsein von Gott.

Luther hat erkannt: noch so viele gute Taten können diesen Abgrund zwischen der Tiefe der Sünde und dem gerechten heiligen Gott  nicht überbrücken. Das kann nur die Gnade.  

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