/ Lied der Woche

Aus tiefer Not schrei ich zu dir (3/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ – Martin Luthers Lied nach Psalm 130. - In diesem Jahr 2017 wurde in Deutschland , aber auch darüber hinaus ganz viel, ganz oft, ganz verschieden das Thema Reformation aufgegriffen. Warum? Weil die Initialzündung für die Reformation – der berühmte Thesen-Anschlag - genau 500 Jahre zurückliegt.  500 Jahre, ein halbes Jahrtausend.

Eine Auswirkung der reformatorischen Bewegung war ein neues Verständnis von Gottesdienst für den in Anführungsstrichen ganz normalen Christenmenschen. Seine Rolle: Nicht nur zuhören, womöglich gar nichts verstehen, sondern aktiv mitgestalten, aktiv dabei sein, aktiv seinen Glauben zum Ausdruck bringen  – zum Beispiel durch das gemeinsame Singen. Aber Gesangbücher, deutschsprachige geistliche Lieder gab es so gut wie gar nicht. Hier hat Martin Luther angesetzt und war dabei ausgesprochen fleißig.

Sein Anliegen, „dass das Wort Gottes auch durch den Gesang unter den Leuten bleibe“ ist nicht hoch genug zu schätzen. Zugegeben: Luthers Sprache ist die des 16. Jahrhunderts und kommt uns Heutigen ziemlich spröde und fremd vor. Aber die damit verbundene Methode ist aktuell geblieben und funktioniert noch immer: Über das Singen wandert das Wort Gottes, wandern geistliche Wahrheiten in Kopf, Herz und Gemüt.


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