/ Lied der Woche

„Ich danke dir“ (2/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Wenn man von einem Menschen etwas unsanfter als allgemein üblich angefasst wird, wird's schnell ungemütlich. Die häufige Reaktion bei mir: Entweder schnell weg oder ‚auf in den Kampf‘. Eine typische Sache, wenn ich mich infrage gestellt fühle.

Dabei – Eigentlich ist so eine Situation doch etwas Wertvolles. Da setzt jemand viel daran, mir die Wahrheit zu sagen. Aber für mich klingt das gleich nach Demütigung. Das muss nicht sein. Wir Menschen wollen halt gern kämpfen, zumindest robust wirken. Dann, so denken viele, kommt man mit dem Leben besser zurecht. Aber so damit umzugehen ist bloß ein Zeichen von falschem Stolz.

Aus Unsicherheit wollen wir so richtig auftrumpfen: „Dem habe ich‘s aber gezeigt!“ Politiker fallen mir als Beispiele schnell ein. Die pflegen bekanntlich die fragwürdige Kunst, Niederlagen schönzufärben.

Aber habe ich das nötig?

Ich blicke in die Bibel und stelle fest: In den Psalmen kommt das Thema öfter vor. Zum Beispiel in Psalm 119: Da betet einer „Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort. Du bist gütig und freundlich, lehre mich deine Gebote. Die Stolzen erdichten Lügen über mich.“ (Psalm 119,67 ff)

Doch dann die überraschende Wende ein paar Verse weiter: „Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Gebote lerne.“ (Vers 71)

Es ist Gottes Interesse, dass ich mich realistisch sehe und einschätze. 


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