/ Lied der Woche

Weiter als mein Auge reicht (4/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Wer bis hierhin das Lied „Weiter als mein Auge reicht“ von Guido Baltes' CD Himmel. Erde. Welt. (leider vergriffen) etwas genauer unter die Lupe genommen hat, wird vielleicht denken: Erinnert ein bisschen an das Märchen von den Sterntalern. Hat es hier ab Strophe 3 etwa Pate gestanden? Die Textbeilage der CD „Himmel Erde Welt“ gibt die Auflösung: Aber ja! Zwar ist die Formulierung „Sterne des Himmels“ eindeutig biblischer Sprachgebrauch. Z.B. in der Offenbarung des Johannes in Kap. 6 „und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde“ – ein durchaus ernst zu nehmender unheilvoller Zusammenhang! Und auch das Matthäusevangelium bringt mich auf schwere Themen, lese ich dort: „nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne sich verfinstern und der Mond seinen Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen“. (Mt 29,24) Doch die Autoren des Liedes hier wollen, dass wir an das scheinbar harmlose Märchen von den Sterntalern denken. Wie war das noch: Ein Waisenkind, das außer einem Stück Brot nichts besitzt, geht in die weite Welt, verschenkt schließlich Nahrung und Kleidung an Bedürftige. Noch Bedürftigere. Da fallen Sterne als Silbertaler vom Nachthimmel, und die werden von diesem Kind eingesammelt. Wer sich als Gottes Kind versteht, für den sind selbst die Sterne Gottes dienstbare Objekte. Im Buch Hiob im Alten Testament steht: „Er macht den Großen Wagen am Himmel und den Orion und das Siebengestirn und die Sterne des Südens.“ (Hiob 9,9)


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