/ Lied der Woche

Geh aus, mein Herz (4/7)

„Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ … Viele Bilder malt der Liederdichter in seinem Lied: Wir sehen Bäume und Blumen, wir sehen – und hören! – Vögel. Ein ganzes Landschafts-bild mit Bergen, Hügeln, Tälern und Feldern tut sich vor dem inneren Auge auf. Tiere, die in der Nähe von Menschen leben, und solche, die scheu und für Menschen eher unsichtbar sind;  liebliche Landschaften, Hirtenidylle, Bienen … Bilder, Facetten und Variationen der unendlichen Schöpferphantasie. Sie werden im Lied ausgebreitet in großer Fülle und raschem Wechsel, aber ohne dass Unruhe aufkommt. Ein Film läuft quasi ab im Lied, und wer es mit Bedacht – oder auch Begeisterung – singt, ist mitten drin in diesem Szenario; ist gleichsam Mit-Bewohner des Gartens.

Es ist ein großartiges Naturschauspiel, das der Dichter hier vor Augen führt. Aber wenn er dann vom starken Saft des süßen Weinstocks singt und vom Weizen, der mit Gewalt wächst, dann eröffnet sich damit noch eine weitere Dimension; tönt noch eine tiefere Ebene an. Die Natur wird Hinweis auf eine geistliche Wirklichkeit: auf Wein und Brot als den Gaben des Abendmahls.

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