/ Lied der Woche

Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt (6/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Wer sich unter den Schirm des Höchsten begibt, der lebt an einem sicheren Wohnort. In Stuttgart befindet sich in der Stiftskirche eine seltene Skulptur, der sogenannte „Schutzmantelchristus“. Diese mittelalterliche Darstellung zeigt, wie sich unter den von Engeln hochgehaltenen Mantelteilen von Jesus Menschen bergen:
auf der einen Seite Menschen mit säkularen Berufen und auf der anderen Seite Menschen mit geistlichen Berufen. Dieses Kunstwerk will deutlich machen: Menschen aus jeder Schicht und von jeder Herkunft können bei Jesus Schutz finden.

Auch Graf Zinzendorf hat mit seinem Lied „Christi Blut und Gerechtigkeit“ einen Vergleich für den Schirm des Höchsten gefunden. Es sind das Blut Christi und seine Gerechtigkeit, die uns wie ein Schutzmantel bedecken. Dieser Mantel ist „unser Schmuck- und Ehrenkleid“, wenn wir einmal in der Ewigkeit vor Gottes Thron stehen.

Der Vergleich Zinzendorfs zeigt anschaulich und praktisch, dass wir auch als Versager und Sünder, auf jeden Fall aber ohne irgendwelche Vorleistungen oder Vorauszahlungen bei Gott Wohnung beziehen können. – Und noch ein weiterer Gedanke findet sich im Psalm: Gott selbst  wird aktiv, um uns aus der Gefahr und der Not der Sünde, also der Trennung von ihm,  herauszureißen. Darauf bezieht sich die dritte Strophe des Liedes: „Du, der Höchste, bist meine Zuversicht, du bist bei mir und siehst meine Not, und du reißt mich heraus und nimmst mich an, denn du bist mein Herr und mein Gott.“


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