/ Lied der Woche

Vergnügt, erlöst, befreit (7/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

Einmal noch „V.E.B.“! Wir haben da noch was nachzutragen: Die dritte Strophe, in der auch die Melodie von Christian Löer in die Höhe steigt, als Variation. Hanns Dieter Hüsch geht dort darauf ein, weswegen er sich befreit fühlen kann.

Die Befreiung äußert sich darin, so Hüsch, dass er „so unbeschwert“ ist und ihn „kein Trübsinn hält“. Es stimmt wohl, was uns unfrei macht ist das Gefängnis unserer inneren Befindlichkeiten und Stimmungen. Trübsinn. Ein altertümliches Wort. Wenn alles um einen herum so trübe ist, wenn trübe Gedanken das Sagen haben. Oder: wenn ich betrübt bin. Es ist mehr als nur eine vorübergehende Traurigkeit. Ich persönlich habe gelernt, dass mir der Trübsinn einfach leicht fällt. Und darum spricht mich dieses Gedicht, dieses Lied unmittelbar an.

Was kann ich tun? Ich kann mir von Gott das Lachen beibringen lassen, heißt die Antwort. Kein bitteres Lachen, kein Sarkasmus. Es muss wohl schon eine Prise österlich sein. Ein Osterlachen eben. Und dann steht da noch „wohl über alle Welt“. Da gibt es nichts, das ausgespart werden müsste, heißt das für mich. Eines muss ich dafür tun: diesem Gott in meinem inneren Leben Zugang gewähren, ihn reinlassen. Auf einmal kann ich über Dinge lachen, die mich früher eher beleidigt haben. Gott ist schon da. Ich brauche das bloß zu entdecken.


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