/ Lied der Woche

Vergnügt, erlöst, befreit (5/7)

Blicken wir mal in die zweite Strophe des Liedes, das Christian Löer gesanglich in drei Strophen mit Refrain gegliedert hat. Um Furchtlosigkeit geht es da. Es fällt auf, dass im Text von Hanns Dieter Hüsch ein Dreifaches ausgesagt wird. Beginnend mit der Dreiheit „vergnügt – erlöst – befreit“, hier im Refrain, kommt auch in den Strophen eine dreifache Aussage zur Sprache.

„Vergnügt“ im Refrain passt zu „fröhlich“ in Strophe 1. Das Wort „furchtlos“ in der zweiten Strophe entspricht dem „Erlöst“-Sein. Was die Erlösung für Hanns Dieter Hüsch bedeutet, erklärt der Kabarettist so: Die Ausgangssituation besteht in der Dunkelheit des Lebens. Und Hüsch macht sich da keine Illusionen: er kennt sie, die „vielen dunklen Tage“. Dann auf einmal ändert sich alles.

„Es kommt ein Geist“ – nicht einfach ein menschlicher Gedanke oder eine übernatürlich Erscheinung. Das würde nicht Halt geben. Es ist der Geist Gottes, der „durchs Leben tragen“ „will“. Gottes erklärter Wille ist, uns Halt zu geben. Und dieser Halt macht furchtlos. Die Jünger Jesu haben das an Ostern so erlebt. Sie sind dem Auferstandenen begegnet, und der verleiht ihnen – nach dem Johannesevangelium – Gottes Beistand durch den Geist. Das verändert sie, nimmt ihnen die Angst. Sie werden getragen. Das kann auch uns heute herausfordern.

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