/ Lied der Woche

Vergnügt, erlöst, befreit (1/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Vergnügt, erlöst, befreit“ – oder kurz: V.E.B. ist ein wahrhaft österliches Lied. Man mag da vielleicht an das Osterlachen in den Ostkirchen denken. Oder an Goethes Faust mit dem legendären Osterspaziergang, der die Natur in eins setzt mit der Auferstehung. Aber das alles ist nur eine kleine und ungenaue Ahnung gemessen an dem, was das Lied hier zu bieten hat.

Hanns-Dieter Hüsch hat den Text geschrieben, Christian Löer hat ihn stimmungsvoll mit Musik versehen. Mich begleitet das Lied schon lange Zeit. Für den Texter Hanns-Dieter Hüsch ist es ein „Psalm“. Die Evangelische Kirche im Rheinland hat ganz aktuell das Motto dieses Psalms zum Motto des Reformationsjubiläums im Rheinland gemacht. Das sei typisch evangelisch, heißt es. Klar ist: Was hier gesungen wird, ist keine Botschaft in rosarot. Da setzt keiner einfach eine Brille der Heiterkeit auf. Da geht keiner einfach mit einem Hallelujagebrüll wieder zur Tagesordnung über.

Das Lied beginnt mit einer erstaunlichen Selbstbeschreibung: da ist jemand tatsächlich vergnügt – und sogar mehr als das: erlöst, befreit. Sogleich wird die Begründung dafür geliefert: Gott hat eingegriffen. Und das hat Folgen. Ein neuer Blick auf das eigene Leben wird möglich. Im vollen Wortsinn „Gott-sei-Dank“!


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