/ Lied der Woche

Ich fürchte nichts (6/7)

Manchmal ist das Leben zum Davonlaufen. Wem will man es verdenken, wenn jemand die Segel streicht und sagt „Ich bin dann mal weg“, wenn es hart auf hart kommt? Aber Flüchten um dem Furchtauslösenden zu entkommen? Das wird nicht funktionieren. Njeri Weth hat etwas Besseres zu bieten. Vor der letzten Strophe ihres Liedes hat sie noch einen Zwischenstopp eingelegt, eine sogenannte Bridge – eine Brücke. Und die bringt noch ein neues musikalisches Thema, und im Text dazu ist zu erfahren, wodurch sie ermutigt wird, ihre eigene Flucht aufzugeben. Menschen auf der Flucht, von denen sind wir umgeben, die bestimmen die Schlagzeilen unserer Tage, ob aktiv – als Schicksale – oder passiv: Dort, wo Politiker mal so oder so reagieren. Menschen auf der Flucht, mit denen beschäftige ich mich jeden zweiten Tag beruflich bei der Diakonie in Kassel. Ich weiß: Menschen auf der Flucht, sie sind Spielbälle im Getriebe dieser Welt. Das Lied von Njeri Weth nennt ein Motiv zur Beendigung ihrer Flucht vor dem Grauen: Selbstbesinnung im Beisein des „Du“ Gottes – Stehen vor dem Kreuz und Sehen von Licht. Da ist Kraft zu spüren, singt Njeri Weth, dadurch wird ihr Geborgenheit vermittelt. Stehen vor dem Kreuz bedeutet für sie: keine Furcht, keine Flucht mehr.

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