/ Lied der Woche

Ich fürchte nichts (4/7)

Njeri Weth betrachtet in der dritten Strophe ihres Liedes „ich fürchte nichts“ das Kreuz als eine Art Stoppzeichen. 1000 Kreuze „halten an“ wie Verkehrsschilder, und ich denke dabei an ein Andreaskreuz, das an Bahnübergängen aufgestellt wird. Wer ausgebremst wird, zum Anhalten gebracht wird, erhält die Gelegenheit zur Rückschau – und das muss nicht bloß ein Blick auf das Gestern sein. Njeri Weth singt hier davon, dass die Vergangenheit nicht das ist, was uns letztlich bleibt. Damit wird angesprochen, was das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, zum Ausdruck bringt mit den Worten „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offb 21,4) All die erlittenen Traumata und Verletzungen haben nicht das letzte Wort. Stattdessen: Sehen auf das „Du“, auf Gott selbst, der die Tränen abwischt. Das bedeutet nicht, dass alte Wunden zu vernachlässigen wären, aber sie sind überwunden – geheilt. „Durch seine Wunden sind wir geheilt“, heißt es beim Propheten Jesaja.

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren