/ Lied der Woche

Ich fürchte nichts (1/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Ich fürchte nichts“ – ein Trostlied. Es ist eine Art Kreuzweg, den Njeri Weth von der ersten Strophe an einschlägt. Ein Weg mit gutem Ende. Deshalb dieser Titel. Keine Furcht auch angesichts großer Zahlen von Kreuzzeichen. Das Bild tausender Kreuze erinnert mich an einen Kriegsgräberfriedhof. In meinem Studium habe ich einmal eine Radtour nach Bergen–Belsen unternommen. Dort standen unübersehbar die Kreuze, in Reih und Glied: Orte des Gedenkens. Man kann dabei schon ins Nachdenken kommen. „Mein Weg“ singt Njeri Weth: ihr persönlicher Lebensweg führt durch die Reihen der Kreuze. Und das könnten auch einfach steinerne Wegzeichen sein, wo Menschen höchstwahrscheinlich sogar Positives erfahren haben, Bewahrung in großer Not. Da hat man früher Kreuze aufgestellt, um daran zu erinnern, von woher die Hilfe kam. Von Jesus. Diese Wendung ins Positive ist auch im Liedtext zu finden. Am Kreuz „erkenn‘ ich dich“, so singt Njeri Weth. Das göttliche Du steht hinter allem. Und es macht aus dem Kreuz ein Plus-Zeichen, es ist positiv, weil sich das „Du“ mit geöffneten Armen zeigt und mein kleines „Ich“ hält. Das deutlich zu machen ist das Anliegen des Liedes von Njeri Weth.


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