/ Lied der Woche

Sonne der Gerechtigkeit (2/7)

„Sonne der Gerechtigkeit“ – ein starkes Bild und eine ausdrucksvolle Melodie – so mein Eindruck. Diese Melodie ist Mitte des 16. Jahrhunderts von den Böhmischen Brüdern hergekommen. Schauen wir heute das markante Bild des Liedanfangs an, das zugleich auch musikalisch betont ist. Ich meine die „Sonne der Gerechtigkeit“. Beim alttestamentlichen Propheten Maleachi Kapitel 3 Vers 20 heißt es, nachdem zuvor vom Unglück und Elend der Gottes-Verächter die Rede war: „Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit.“

In vielen Kulturen hat die Sonne etwas Göttliches, ist eine Gottheit. Aber die Bibel lehrt, nachzulesen im Schöpfungsbericht: Die Sonne ist kein Gott, sie ist von Gott geschaffen. Aber da gibt’s doch eine Parallele: Die Sonne ermöglicht Leben; und genauso ist es mit Christus, der Sonne der Gerechtigkeit: Er schenkt das Heil, das ewige Leben. Das Licht der Sonne ist ein starkes Bild für die Herrlichkeit Gottes, die alles zu durchdringen vermag. So ist auch zu verstehen, dass der Tag, an dem die Gemeinde die Auferstehung Jesu feiert, zum Sonn-Tag erklärt wurde. 

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