/ Lied der Woche

Schönster Herr Jesu (5/7)

„Schönster Herr Jesu“. Schönheit ist ja ein höchst relativer Begriff – je nachdem ob ein Werbemensch, ein Coiffeur, ein Visagist einen anderen Menschen betrachtet. Oder ob einer einen anderen anschaut, den er liebt, der ihm vertraut ist. Schönheit ist auch kein Privileg für ein paar Jahre im Leben, in denen die Haut straff ist und die Haare glänzen. „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“ – heißt es; diese Einsicht geht auf den alten Griechen Thukydides zurück oder im 18. Jahrhundert auf David Hume. Schönheit liegt im Auge des Betrachters - das relativiert vieles, zum Glück. 

Aber hilft es auch zu verstehen, was wir da singen, wenn wir singen „Schönster Herr Jesu“? Wie sehen wir Jesus, wie meinen wir es mit ihm? Vielleicht ist uns das Attribut „Schönster“ tatsächlich fremd geworden. Aber am Begriff muss es ja nicht liegen, daran darf es letztlich nicht scheitern. Das Herz ist gefragt, wenn wir singen „Nichts soll mir werden lieber auf Erden, als du, Jesus, allein.“

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