/ Lied der Woche

Herr, lehre uns, dass wir sterben müssen (4/7)

„Herr, halte uns, wenn wir haltlos werden, wenn Stärke schwach wird und das Große klein.“ – Hier wird angedeutet, dass wir im Alter tatsächlich körperlich oder geistig haltlos, schwach und klein werden können. Wie es grundsätzlich zu Krankheit und Tod kommen konnte – dazu lesen wir in Psalm 90: „Denn unsere Sünden stellst du vor dich, unsere unerkannte Schuld ins Licht vor deinem Angesicht. Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn, wir bringen alle unsere Jahre zu wie ein Geschwätz.“ (V 7-9) – Und dann, nach dem gern zitierten Vers 10, dass unser Leben siebzig oder wenn´s hoch kommt achtzig Jahre währt und was daran köstlich scheint, nur vergebliche Mühe ist, fragt der Psalmist: „Wer glaubt´s aber, dass du so sehr zürnst und wer fürchtet sich vor dir in deinem Grimm?“ (V 11)

Die Realität nicht zu glauben oder die Augen davor zu verschließen, ist für den Psalmisten keine Lösung. Und wahrscheinlich hatte er beobachtet, wie Menschen, wenn sie dann doch einmal die Wahrheit erkennen, erst recht verbittern oder zynisch werden. Die Erlösung aus dieser Falle zeigt uns unser Liedtext, mit dem wir beten können: „Herr, zeige uns, eh wir bitter werden, dein Sterben als Brücke ins Leben hinein.“

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