/ Lied der Woche

Ein feste Burg ist unser Gott (5/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Ein feste Burg ist unser Gott“. Es hat einen guten Grund, dass es an dieser Stelle heißt UNSER Gott, nicht MEIN Gott. Ich denke, es versteht sich, dass das gemeinschaftliche Bekenntnis „Unser Gott“ aus der persönlichen Erkenntnis entspringen muss „mein Gott“. Aber die Lage ist - zu Luthers Zeiten und in unseren nicht anders - so ernst, dass nur gemeinsam und in Einheit den bösen widergöttlichen Mächten gewehrt werden kann.

Die heilsgeschichtliche Auseinandersetzung - nämlich zwischen Gott und Teufel - zieht sich als roter Faden durch das ganze Lied. Und der Liederdichter lässt auch keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Kampf mit harten Bandagen ausgefochten wird. Aber von der ersten bis zur letzten Zeile des Liedes steht fest, wer der Sieger ist, nämlich Jesus Christus.

Seine Vollmacht wird der menschlichen Ohnmacht gegenübergestellt. Und es ist schon eine kühne Wendung, wenn Christus gleichgesetzt wird mit dem Gott Zebaoth, dem Herrn der himmlischen Heerscharen. Und noch etwas wird klargestellt: Hilfe und Heil liegen allein im Wort Gottes, das den Glaubenden in den Grenzsituationen stärken will. Es schafft Geborgenheit in äußerster Bedrängnis, stärkt Kampfesmut bei allen Widerständen und schenkt Leidensbereitschaft bis an den Tod.


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