/ Lied der Woche

Ein feste Burg ist unser Gott (3/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„Ein feste Burg ist unser Gott“ - im Jahr 1529 hat Luther dieses Lied veröffentlicht. Die allermeisten seiner Lieder sind etliche Jahre früher entstanden - ganz planvoll und systematisch für die evangelisch orientierten Gemeinden. Dieses Lied ist so eine Art Nachklapp - eine persönliche  Reaktion auf die Zeitereignisse. 

Vermutlich um 1527/28 hat Luther das Lied geschrieben. Die Zeit ist eine politisch und wirtschaftlich höchst unruhige Zeit, eine Pestepidemie wütet, Luther selbst leidet an einem chronischen Steinleidens. Da wäre es durchaus nachvollziehbar, wenn einer da schon ein bisschen Weltuntergangsgefühle bekommt. Aber Luther setzt mit seinem Lied ein kräftiges Zeichen dagegen. Gedanken aus Psalm 46 helfen ihm, deutlich zu machen: Gott ist und bleibt im Regiment. Der altböse Feind, die Welt voll Teufel, der Fürst dieser Welt ... ihre Macht ist begrenzt. Diese Gewissheit mit den vier Strophen von „ein feste Burg“ zu proklamieren kann immer wieder neu eine Quelle der Hoffnung sein in scheinbar hoffnungsloser Zeit, kann die Zuversicht nähren, den Glauben stärken.

Ist die Welt seit Luther besser geworden? Haben sich die altbösen Feinde verkrümelt? Nein - auch darum ist es gut, dass wir dieses Lied haben „Ein feste Burg ist unser Gott, ein gute Wehr und Waffen.“  Damit wir's glauben, dass es genauso ist.

 


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