/ Lied der Woche

Du siehst mich (7/7)

„Du siehst mich“ – Clemens Bittlinger hat das Lied zum Kirchentagsmotto 2017 getextet, Judy Bailey hat es komponiert.

Zum guten Schluss lohnt sich ein Blick auf den Refrain. Mit dem endet ja auch das Lied:

„Du siehst mich, mein Gott, und du hörst mich. Du nimmst mich wahr, egal, was ich auch tu. Du kennst mich und du hältst mich, bist für mich da, egal, was ich auch tu.“ Das könnte man leicht missverstehen im Sinn von: Gott sieht alles und gibt zu allem sein Placet, signalisiert zu allem und jedem: Gefällt mir! Das wäre allerdings ein Mißverständnis. Richtig ist: Gott liebt uns Menschen, seine Geschöpfe, liebt uns ausnahmslos alle. Aber Gott billigt längst nicht alles, was die Menschheit so treibt – und behält sich vor, auch seine geliebten Kinder zu korrigieren. Wie war es denn bei Hagar, die diesen Satz geprägt hat: „Du bist der Gott, der mich sieht“? Hat Gott ihre Flucht gutgeheißen? Hat er ihr die Konfrontation mit ihrer Herrin erspart? Nichts von alledem. Der Gott, der sie angesehen und gewürdigt hat, hat sie zurückgeschickt in die alten Verhältnisse. Hat sie dorthin begleitet. Hat sie auch dort gehalten und war für sie da.

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