/ Lied der Woche

Manchmal, mein Gott (6/7)

Vorgestern ging es um Gedanken wie Vagabunden, gestern um Gedanken wie Schmetterlinge.

Vorgestern ging es um Gedanken wie Vagabunden, gestern um Gedanken wie Schmetterlinge. Und jetzt kommt noch ein drittes Bild dazu: Gedanken wie Seifenblasen. Allen drei Bildern halten uns die Freiheit, die Ungebundenheit und die ihnen innewohnende Gefahr vor Augen. Seifenblasen sind frei wie Vagabunden und bunt wie Schmetterlinge. Aber sie sind flüchtig, nicht festzuhalten, abhängig von jedem Windhauch. Gedanken sind bekanntlich frei – aber auch sie sind flüchtig, nicht festzuhalten, abhängig von jedem Windhauch. Wie Seifenblasen. Was heute wichtig und richtig erscheint, ist morgen schon bedeutungslos und falsch. Seifenblasen sind schön anzusehen. Aber wer sie einfangen oder ihnen eine Richtung geben will, bringt sie zum Platzen. Gedanken wie Seifenblasen. Sie sind wie Träume, die mit jedem Windhauch ziehen. Manchmal dorthin, wo ich nicht will, das sie ziehen. 

Noch einmal: Denken ist wichtig und eine Gabe von Gott. Denken zeichnet uns Menschen aus. Denken bringt uns weiter. Kann uns aber auch von Gott wegbringen. Diese Spannung lösen wir nicht auf. Unser Lied der Woche tut es auch nicht.


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