/ Lied der Woche

Manchmal, mein Gott (1/7)

Ich will mit einem Bekenntnis beginnen: Ich liebe dieses Lied, seit ich es kenne.

Ich will mit einem Bekenntnis beginnen: Ich liebe dieses Lied, seit ich es kenne. „Ich bin der Weg – Meditationen und Lieder“ heißt die Schallplatte von 1980, die ich bis heute immer wieder anhöre. Ich stelle in dieser Woche mein Lieblingslied von dieser Scheibe vor: „Manchmal, mein Gott“. Der Text stammt von Josef-Bertram Giese, einem katholischen Produzenten, die Musik vom vor drei Jahren verstorbenen Pianisten und Komponisten Kai Rautenberg. Die Meditationen auf dieser Produktion hat Inge Brück geschrieben. Sie spricht sie und singt auch alle Lieder. Begleitet wird sie von Horst Jankowski. Beide waren im säkularen Musikgeschäft ab Mitte der 60er Jahre bekannt und erfolgreich. In den 70er Jahren wurde Inge Brück von Gott gefunden – und sie sang fortan „überwiegend Lieder mit religiösen Inhalten“, wie Wikipedia vermerkt. Die Schallplatte „Ich bin der Weg“ und unser Lied der Woche, „Manchmal, mein Gott“ sind der sichtbare und hörbare Beweis. 

Ich liebe dieses Lied wegen der Gegensätze. Weiche Poesie trifft auf harte Wirklichkeit. Lautmalerische und leichte Musik unterlegen einen schweren, manchmal bedrückten Text. Ein Problemlied, das eine Lösung enthält. Gefühle und Gedanken, die miteinander streiten. Ein Lied, so echt wie das Leben.


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