/ Lied der Woche

Wenn ich erwache, bist du da, mein Gott (4/7)

Ein Lied und seine Bedeutung

Die zweite Strophe unseres Liedes beginnt mit dem Satz: „Wenn ich gesündigt habe, bist du da. Du leuchtest meine Tiefen aus.“ Natürlich bedeutet der Wortsinn von Sünde Trennung von Gott. Und Jesaja 59,2 erklärt deshalb auch: „eure Sünden verbergen Gottes Angesicht vor euch“. Aber selbst wenn die Sünde uns von Gott trennt, ist er doch trotzdem da.

Deshalb konnte David nach seinem Ehebruch mit Batseba und dem Mord an ihrem Ehemann Uria im Psalm 51 beten:  „Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit.“ Und dann weiter: „Entsündige mich mit Ysop, dass ich rein werde. Wasche mich, dass ich schneeweiß werde … Schaffe in mir Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.“

Es ist eines der großen Geheimnisse von Gottes Liebe, dass gerade dann, wenn wir gesündigt haben, er uns nicht loslässt. Denn „Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um Sünder selig zu machen.“ So heißt es im 1. Timotheusbrief. (1.Tim 1,15)

Der Text „Wenn ich gesündigt habe bist du da“ ist also keine Drohung, sondern eine Einladung dazu, mit aller Sünde zu ihm zu kommen, von dem es im Lied weiter heißt: „Und doch lässt deine Liebe mich nicht los, sie ist unfassbar groß“. Darüber ist Freude angesagt.


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