/ Lied der Woche

Wenn ich erwache, bist du da, mein Gott (1/7)

Es war im Jahr 1999. Wie schon in den Jahren davor sollte ich ein neues Lied für das Pfingstjugendtreffen des Diakonissen-Mutterhauses in Aidlingen schreiben, diesmal zum Thema „Du bist da“. Das Lied sollten die jugendlichen Besucher mitsingen und dann auch mit nach Hause nehmen können.

„Du bist da“ – damit war natürlich Gott gemeint. Also könnte das Lied eine Antwort auf den bekannten Satz von Jesus sein: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt“. Aber dann ist mir zur ersten Strophe ein Gedanke aus Psalm 17 (Vers 15) eingefallen: „Wenn ich erwache, will ich satt werden an deinem Bilde“. – Nachher habe ich auch für die anderen Strophen Anregungen in den Psalmen gefunden. Darauf werde ich in den nächsten Tagen eingehen.

Wenn ich erwache – also, wenn ich aus dem Zustand des Schlafens wieder auftauche – will ich mich als erstes daran erinnern, dass Gott da ist. Daran kann ich mich freuen oder, so wie der Psalmist es sagt, an diesem Bilde will ich satt werden. Satt werden meint hier zufrieden zu sein, alle Fragen bei Gott zur Ruhe kommen zu lassen, glücklich zu sein. Wenn ich erwache, ist Gott schon da. Seine Nähe ist mein Glück. Deshalb nicht mehr: „Guten Morgen, liebe Sorgen“, sondern: „Guten Morgen, lieber Herr.“

Damit junge Menschen das Lied mitsingen können, hatten sich damals die Musiker in Aidlingen eine entsprechende instrumentale Begleitung ausgedacht. Die haben wir später für die CD Aufnahme übernommen. Sie soll ein Ausdruck der Freude sein über den gegenwärtigen Gott, mit dem wir auch in diese neue Woche starten können.

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