/ Lied der Woche

Geh in Gottes Frieden (5/7)

Ein Lied und seine Bedeutung

„Nur an deiner Hand, Herr, kann ich gehn.“ So heißt es in der ersten Strophe unseres Liedes der Woche. Wer so reden kann, sagt diesen Satz manchmal aus Erfahrung, immer aber aus Überzeugung. Denn auch diese Erfahrung ist allen Menschen bekannt: Wanken, fallen und den Mut verlieren. Diese Erfahrung tut weh. Jedes Mal. Und jedes Mal ist einmal zu viel. Das kann die zur Schau gestellte Selbstsicherheit sein, die plötzlich unter dem Druck der Ereignisse in sich zusammenfällt. Das kann der verzweifelte Versuch sein, alle Herausforderungen auch dieses Tages irgendwie unter einen Hut zu bekommen – um dann zu merken, dass es wieder einmal nicht gelingt. Das kann mein innerer und manchmal auch äußerer Absturz sein, den ich erlebe, ohne ihn aufhalten zu können.

Ich verliere den Mut, ohne den die Zukunft ihre Konturen verliert und ohne mich stattzufinden droht. Was dann? „Geh in Gottes Frieden“? Ja, wenn ich an der Gewissheit festhalten kann, dass der Herr der Welt nicht nur an meiner Seite ist, sondern mich beim Wanken und Fallen festhält. „Wenn ich wanke, wenn ich falle, wenn ich allen Mut verlier, Herr, dann brauch ich die Gewissheit, du bist hier.“ Wohl dem, der diese Erkenntnis so formulieren kann!


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