/ Lied der Woche

Wach auf, du Geist der ersten Zeugen (6/7)

Ein Lied und seine Bedeutung.

„O breite Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis.“ Darum geht in diesem Missionslied von Karl Heinrich von Bogatzky. Gleichzeitig schaut der Dichter immer wieder auf das Ziel, nämlich auf das Reich Gottes und Seine Ehre.

Es fällt auf, dass er an keiner Stelle im Text von sich selber spricht, von seinen Gefühlen, seinen Sorgen oder Erwartungen. Er betet auch nichts für sich selbst, sondern es geht ihm ausschließlich um den „Herrn der Ernte“. Er möchte, dass sich das Wort von Jesus erfüllt und dass sich dadurch Gottes Pläne vollenden.

Zur Vollendung der Pläne Gottes gehört es, dass der „Glanz des Wortes Gottes“, wie es in Strophe sechs beschrieben wird, an allen Orten der Welt scheint. Ich glaube, dass die Radiomission und auch das Internet inzwischen eine wichtige Rolle dabei spielen, dass sein „Wort recht schnelle eilen kann“, damit „der Heiden Fülle in sein Reich hineinkommt“. – Der „Heiden Fülle“ ist die Bezeichnung für die nichtjüdischen Nachfolger von Jesus. 

Aber zur Vollendung gehört auch, dass Israel seinen Messias erkennen wird, und zwar dann als ganzes Volk, wenn „die Fülle der Heiden“ in Gottes Reich eingegangen ist (Römer 11,25). Dass unser Lied in der sechsten Strophe auf diesen Zusammenhang hinweist, ist besonders wertvoll. Und Israel wird als „dein Volk“ bezeichnet, weil es ja nie aufgehört hat, Gottes Volk zu sein. - Es lohnt sich, dieses Gebet mitzubeten!


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