/ Lied der Woche

Bei dir, Jesu, will ich bleiben (7/7)

Lied der Woche

„Bei dir, Jesu, will ich bleiben“ . In der 5. und 6. Strophe unseres Liedes wird die Blickrichtung umgedreht. Da geht es nicht mehr um unsere Entscheidung, dass wir bei Jesus bleiben. Da geht es um das, was Gott tut. Wir bitten ihn: Bleibe du bei mir. Beides gehört zusammen: Unsere Entscheidung für ihn und dass Er uns bei sich hält.

Die beiden Strophen bedenken die letzte Wegstrecke jedes Menschen. Da ist die Rede vom „Grauen vor dem kalten Tod als einem kühlen, scharfen Wehen“ und auch davon, dass „das Auge dunkler und trüber wird“. Und wenn dann keine Kraft mehr da ist, dann – so dürfen wir bitten - "erleuchte du meinen Geist, Herr."

Bei Gesprächen mit Menschen, die nicht mit Jesus leben, bin ich immer wieder erschüttert, wie gleichgültig und verantwortungslos auch gebildete Zeitgenossen mit der Frage umgehen, was nach dem Tod auf sie zukommen wird. „Es kommt, wie es kommt“, oder „das ist mir egal“ oder „umkippen, aus - dann ist alles vorbei“ sind Aussagen, die ich gehört habe. Nicht irgendwo in fernen heidnischen Ländern, sondern im sogenannten christlichen Abendland. „Weh dem, der keine Heimat hat“ – so beendet Friedrich Nietzsche sein berühmtes Gedicht „Die Krähen“.

Dagegen könnte als Zusammenfassung über dem Text von Philipp Spitta stehen:  „Wohl dem, der eine Heimat hat“. Das leuchtet besonders auf in der letzten Zeile „dass ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist.“ Dort, wo Jesus ist, haben auch seine Nachfolger ihre Heimat.


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