/ Lied der Woche

Bei dir, Jesu, will ich bleiben (4/7)

„Ich will bei Jesu bleiben!“ Für diese Entscheidung haben schon viele seiner Nachfolger mit ihrem Leben bezahlt. Es hat mich sehr herausgefordert, als ich von verfolgten Jesusnachfolgern in Nordkorea hörte. Sie bedankten sich für die Fürbitte und ließen gleichzeitig wissen,  dass man nicht so sehr um ihre Freilassung zu beten solle, sondern vielmehr darum, dass sie durchhalten.  

„Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich so in Freude wie im Leid“ – die 4. Strophe soll uns auch an das Gebet für die Verfolgten und Leidenden erinnern. Denn gerade in unseren Tagen wächst die Zahl der treuen, meist unbekannten Märtyrer. Sie verherrlichen ihren Herrn durch ihr Leiden auf ganz besondere Weise.

Aber soll Jesus wirklich auch durch Leiden verherrlicht werden? Ich denke, dass uns jetzt, in der Passionszeit, dieser Gedanke daran erinnern kann, dass Jesus seine eigene Leidenszeit mit dem Satz begann: „Die Stunde ist gekommen, in der der Menschensohn verherrlicht wird.“ Und zu seinem Jünger Petrus sagte er ( Johannes 21, 19), dass er durch sein Martyrium Gott verherrlichen werde. Dass sogar eine Krankheit Jesus verherrlichen kann, lesen wir in der Geschichte von der Auferweckung des Lazarus ( Johannes 11, 4).  

Um das zu verstehen, brauchen wir ein feines Ohr und ein waches Gespür. In der 4. Strophe des Liedes von Philipp Spitta heißt es: „Deines Winks bin ich gewärtig“. Das meint: Ich will genau auf dich achten. Ich will deine Stimme erkennen, zuletzt auch dann, wenn du mich aus dieser Welt abrufst.

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