/ Lied der Woche

Licht der Welt

Tobias Richter deutet in seinem Lied „Licht der Welt“ einige der bittersten Erfahrungen an, die Menschen machen können.  Wohltuenderweise breitet er nicht das Elend vor unseren Ohren aus, das mag eh keiner jören, das kennen die meisten Menschen zumindest ansatzweise aus eigenem Erleben. Stattdessen spricht Tobias Richter stets von der Kur, dem Heilmittel, von der Hilfe gegen das Elend:

„Du hast uns im Staub gefunden, deckst uns zu, heilst alle Wunden“ -  da klingt das Gleichnis vom Barmherzigen Samariter an: Ein Mensch ist Opfer eines Raubüberfalls geworden, liegt schwer verletzt, gedemütigt, augeplündert und entblößt am Wegrand - und es hilft längst nicht jeder. Der Samariter hilft und er kann nur helfen, weil er den Menschen sieht und ihn eben nicht auf die abstoßenden Einzelheiten seiner Situation reduziert.
Der Samariter im Gleichnis ist nicht Gott, aber immerhin das hat Gott mit dem barmherzigen Samariter gemeinsam: Gott ist barmherzig. Gott sieht die Not - und bedeckt die Blöße, beschämt die Elenden nicht noch weiter. Reinigt und verbindet die Wunden. Kümmert sich. Gott hilft - wenn wir uns helfen lassen. 

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