/ Lied der Woche

„Mein Herz singt“

Eigentlich bin ich ja dafür, Weihnachtslieder tatsächlich am Christfest zu singen – nicht schon vor Heiligabend. Das Kind in der Krippe und die Hirten auf dem Feld und die Weisen aus dem Morgenland schon eineinhalb Wochen vor dem Fest aufbieten, das ist ein wenig wie Lebkuchen und Dominosteine im September. Aber wann kann man sich dann neue Weihnachtslieder aneignen? Deshalb, auch wenn’s noch etwas früh ist für das Gloria in der Höhe: „Mein Herz singt“.

Das Lied von Pamela Natterer hat drei Strophen. Die ersten beiden handeln davon, was die Sängerin und Liedermacherin NICHT ist. Womit sie NICHT dienen kann. Das hat sie mit den meisten Menschen gemeinsam. Die wenigsten sind Könige oder steinreich, Hirten und Viehzüchter gibt’s vielleicht einige mehr, aber auch von denen haben die wenigsten nächtliche Visionen oder werden Zeugen so spektakulärer Dinge wie damals vor 2000 Jahren auf den Feldern von Bethlehem. Trotzdem traut sich Pamela Natterer nah ran an Jesus, das Wickelkind mit dem übermenschlichen Auftrag. Und wenn sie sich so nah heran wagen kann, dann können es andere auch.

In der dritten Strophe geht es dann nicht mehr um die staunenden Beobachter, sondern um das Kind in der Krippe, den noch ungekrönten König. Um seine Macht – genauer: um seinen Verzicht auf Macht und Gewalt. Um seinen Weg, der bekanntlich mit Dornen gespickt sein wird und mit Anfeindung und Schwierigkeiten gepflastert. So wird dieses Kind die Welt retten.

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