/ Lied der Woche

Der Herr ist gut

Johann Jakob Rambach zeichnet einen gütigen Gott. In seiner Güte unerschöpflich wie ein Brunnen, der immer Wasser gibt. Was uns manches Mal vielleicht gar nicht bewusst ist: Er geht uns nach. Auf Schritt und Tritt begleitet er uns. Wir dürfen ihn in Demut Vater nennen.

Es wird ja in der Regel so sein, dass, wenn von Gott als Vater die Rede ist, schnell auch das Bild unseres irdischen Vaters vor dem Auge auftaucht. Wer einen liebenden Vater hatte, dem wird es nicht schwerfallen, sich auch Gott als einen liebenden Vater vorzustellen. Wer Probleme hatte mit seinem Vater oder wer ihn vielleicht gar nicht gekannt hat oder wer nur schlechte Erfahrungen mit dem Vater gemacht hat, ist gefährdet, wenn er seine Vorstellungen eines Vaters auf Gott überträgt. Wenn Kinder mit dem Klang des Namens „Vater“ unerfreuliche Vorstellungen verbinden, ist ihnen der Weg zum Vaterbild Gottes versperrt oder erschwert.

Als Jesus seinen Nachfolgern den Weg zu Gott ebnete, indem er sie aufforderte, Gott als Vater anzureden, hat er nicht etwas Menschliches auf Gott übertragen. Dass Menschen Väter werden können ist ja nur möglich, weil Gott der Urvater ist. Echte Vaterschaft unter Menschen strahlt etwas von der Vaterschaft Gottes wider. Weil Gott der Vater ist, konnte er unter Menschen Vaterschaft stiften. Es ist eine Tragödie, dass viele Männer, die sich als Vater bewähren könnten, den Begriff der Vaterschaft so in Misskredit gebracht haben und noch bringen. Von Herzen wünsche ich allen, vielleicht auch unter unseren Hörern und Hörerinnen, die schlechte Erfahrungen mit ihren leiblichen Vätern gemacht haben, dass sie lernen und erkennen und froh darüber werden, dass Gott unser liebender Vater ist, dass er ein Herr ist, der es gut mit uns meint, dessen Kinder wir sein dürfen.

Der Apostel Paulus hat gesagt: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder. Sie müssen sich vor Gott nicht fürchten, sondern dürfen Gott anrufen als Abba, lieber Vater.“ Abba ist ein aramäischer Ausdruck. Jesus sprach so von seinem himmlischen Vater. Es ist ein Wort aus dem Alltag zu Jesu Zeiten. Übersetzen kann man das Wort eigentlich nur mit „Papa“. So vertrauensvoll also dürfen wir Gott anreden.

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