/ Lied der Woche

Der Herr ist gut

Wenn Sie ein Gesangbuch haben und dort schauen, wem dieses Lied zugeschrieben wird, werden Sie merken, dass die meisten Strophen von Johann Jakob Rambach sind.  Es ist auch möglich, dass in einzelnen Gesangbüchern die Angaben variieren. Jedenfalls werden Sie auch auf den Namen Albert Knapp stoßen. In der Fassung, die wir hier zu Gehör bringen, ist die 4. Strophe von Albert Knapp (1798 -  1864). Er hatte Theologie studiert, musste aber das Studium fast wegen mangelnder Leistungen beenden, kam aber dann doch 1820 als Vikar in den Württembergischen Pfarrdienst. Da erst hatte er ein Erweckungserlebnis, kam er zum lebendigen Glauben. Seither entwickelten sich besondere Gaben. So war er zum Beispiel ein besonders hervorragender Kanzelredner. Sehr stark beeinflusste ihn Ludwig Hofacker, der begnadete württembergische Erweckungsprediger.

Knapp war auch schriftstellerisch tätig. So gibt es aus dem Jahr 1819 von ihm ein dramatisches Fragment als Fortsetzung zu Goethes Faust 1. In der Fassung von Knapp bekehrt sich Faust. Er hat auch einen Nachruf auf Goethe verfasst. Es war ein Gedicht mit 71 achtzeiligen Strophen. Damit verursachte er einigen Wirbel, denn er warf Goethe Mangel an christlichem Glauben vor. Später gehörte er der Kommission zur Reform des Württembergischen Gesangbuches an. An einer Ausgabe, die 1841 erschien, war er maßgeblich beteiligt. Inzwischen sind natürlich längst andere Ausgaben herausgegeben worden, aber man stößt bis heute auf die Spuren von Albert Knapp. Die 4. Strophe unseres Liedes der Woche ist, wie gesagt, von ihm.

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