/ Lied der Woche

Der Herr ist gut

Können Sie es mitsingen: „Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen“? Die in seinem Dienst stehen, sind sicher nicht nur Pfarrer, Prediger, Religionslehrer und Menschen in christlichen Organisationen. Jeder, der dem großen Gott sein Leben zur Verfügung gestellt hat, steht irgendwie in seinem Dienst, denn viele Leute schauen auf ihn und machen an ihm fest, wie viel der christliche Glaube wert ist. „Wir dürfen ihn in Demut Vater nennen“, heißt es zu Beginn des Liedes. Demut bezeichnet die Haltung, in der allein der Mensch vor Gott treten kann. So hat der Prophet Micha verkündet: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott“ (Micha 6,8). Wer in dieser Weise demütig ist, dem gilt das Apostelwort: „Dem Demütigen gibt Gott Gnade“ (1Petr 5,5).

Demut ist, wenn man das Wort sprachgeschichtlich untersucht, ein Ausdruck für Diene-sinn oder für die Bereitschaft des Menschen zu dienen. Wenn ich Gott in Demut Vater nenne, dann unterstelle ich mich ihm, dann bin ich dienstbereit und dann weiß nicht alles besser. Ich bleibe dann verschont von Urteilen wie: „Wenn es einen Gott gibt, dann kann er doch das nicht zulassen.“ Meist ist dann von Schwierigkeiten die Rede, die Menschen nicht überwinden können. Nicht wenige haben behauptet, sie brauchen keinen Gott, weil sie auch ohne Gott wüssten, was richtig und falsch ist. Leider denken zu viele Menschen so. Was dabei herauskommt, sehen wir Tag für Tag in Politik und Wirtschaft. Aber nicht nur, dass wir uns unserem Gott demütig unterordnen. Wer wissen will, was Gott tut und wie Gott wirkt, der muss bereit werden, auf den Wegen zu gehen, die Gott ebnet. „Wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehn, so sehn wir ihn vor zarter Liebe brennen.“ Das sagt Johann Jakob Rambach, der Schüler von August Hermann Francke, der auf vielfältige Weise erlebt hat, wie großartig Gott ist, dass er Wunder tut, was den Menschen geschenkt wird, die treu zu ihm stehn. „Wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehen, so sehn wir ihn vor zarter Liebe brennen. Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut: Der Herr ist gut!“

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