/ Lied der Woche

Der Herr ist gut

Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen. Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut.“ So hat es Johann Jakob Rambach (1693 – 1735) zum Ausdruck gebracht, der Mitte des 18. Jahrhunderts lebte und wirkte. Eine edle Gesinnung zeigte Rambach schon in jungen Jahren. Er unterbrach seine gymnasiale Ausbildung und arbeitete in der Schreinerwerkstatt des Vaters mit der Begründung, seine armen Eltern nicht für sich arbeiten lassen zu dürfen. Er hat dann aber doch mit 19 Jahren die Universität Halle bezogen, wo er den führenden Pietisten August Hermann Francke, Joachim Justus Breithaupt und Joachim Lange begegnete, die seine Lehrer wurden. Lange, sein späterer Schwiegervater, war ein hitziger Kämpfer auf pietistischer Seite, während Rambach eine friedliche Persönlichkeit war. Mit 34 war er ordentlicher Professor an der Theologischen Fakultät Halle und  Nachfolger Franckes. Er las vor  4 bis 500 Zuhörern. Einen Ruf nach Kopenhagen als Hofprediger lehnte er ab und wurde dafür Professor und erster Superintendent  in Gießen. Man weiß von ihm, dass er ein großer Wissenschaftsmethodiker war und trotzdem zur gleichen Zeit voller Liebe in der Förderung des geistlichen Lebens. Zwei Jahre vor seinem Tod gab er ein Hessen/Darmstädtisches Kirchengesangbuch heraus, darunter auch einige seiner Lieder. 1735 besiegelte ein hitziges Fieber den von harter Arbeit geschwächten Mann, dessen Glaubensbekenntnis bis heute von vielen gern gesungen wird: „Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehen, wir dürfen ihn in Demut Vater nennen.“

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