/ Lied der Woche

Deine Liebe (Du allein kennst mein Herz)

„Du allein kennst mein Herz und du durchschaust mich“, das Lied von Jan Groth und Tore Aas nach Psalm 139 kann uns ordentlich zu denken geben, denn der 139. Psalm hat es in sich. Allein schon die ersten beiden Verse: Gott erforscht und kennt mich und kann meine Gedanken lesen.

So harmlos werden viele Menschen die Vorstellung nicht empfinden, dass jemand sie durchschaut. Sie besser kennt, als sie sich selbst kennen. Das hat etwas von „Big Brother“, und das ist vielen dann doch unheimlich. Erst recht, wenn sie bisher keinen Gedanken darauf verwendet haben: Was, wenn es tatsächlich einen Gott gibt? Ein allmächtiges, allwissendes, allgegenwärtiges Wesen? Da kann man es geradezu mit der Angst zu tun bekommen – zumindest, wenn man sich nicht sicher ist, ob dieser Gott gute Absichten mit seiner Schöpfung verfolgt.

David, der Sänger und Dichter auf dem Königsthron Israels, war sich sicher: Gott meint es gut. Gut mit mir. Gott liebt und fördert und schützt. Und wenn das so ist, dann ist die Vorstellung auf einmal nicht mehr beängstigend, dass Gott mich kennt. Gott nichts vormachen können heißt zugleich: Ihm nichts vormachen müssen. Gott kennt und liebt mich brutto. Was für eine Erleichterung.

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