/ Lied der Woche

Wer nur den lieben Gott lässt walten

Georg Neumark wurde 1621 als Sohn eines Tuchmachers in Langensalza in Thüringen geboren.. Seit drei Jahren war der Dreißigjährige Krieg im Gange. Nach dem Besuch der Schule wollte Georg Neumark in Königsberg Jura studieren. Im Jahre 1640 machte er sich dorthin auf. Doch unterwegs wurde er ausgeraubt, so dass ihm nur sein Gebetsbuch blieben und ein wenig Bargeld. Aber er gab den Plan seines Studiums nicht auf und zog weiter nach Kiel. Dort fand er eine Anstellung als Hauslehrer. Aber nach zwei Jahren zog er dann weiter nach Königsberg, um dort Jura zu studieren. Danach lebte er lange als Schriftsteller in Danzig und Thorn. Doch 1646 verlor er bei einer Feuersbrunst seine gesamte Habe und – was ihn besonders schmerzte – alle Bücher. Es folgte für Neumark eine sehr unruhige Zeit. Schließlich stellte ihn aber Herzog Wilhelm II. von Weimar als Bibliothekar an und ernannte ihn gleichzeitig zu seinem Hofpoeten. Diese gesicherte Existenz ermutigte Neumark zur Eheschließung und Familiengründung. Auch für seine dichterische und schriftstellerische Tätigkeit kam jetzt noch einmal eine sehr fruchtbare Periode.

Von seinen Liedern wurden 16 in Gesangbücher aufgenommen. Heute erinnert nur noch das Lied „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ an Georg Neumark.

Obwohl er in den letzten Jahren fast erblindet war, blieb sein Wahlspruch: „Ich lasse Gott in allem walten, sein Wille bleibt mein fester Rat.“ Mit 60 Jahren starb er in Weimar.

Cookies helfen uns, Ihr Benutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie unseren Datenschutz und Cookie Richtlinien sowie der Speicherung von Daten im Rahmen des EU-US Privacy Shield zu. Mehr erfahren