/ Lied der Woche

Durch alle Zeiten

Es hat mich recht bewegt, dass mir unlängst eine Enkelin – sie steht vor dem Abitur – ein Gedicht zeigte, das sie sehr beeindruckt hat. Ich bat sie, mir den Text zu schicken. Wir wissen nicht, von wem das Gedicht ist, überschrieben: Das Tor.

An jedem Abend schließt sich ein Tor,

nie wieder stehst du wartend davor.

Nie wieder wendet dein Fuß sich zurück,

was jenseits liegt, trifft nie wieder deinen Blick

Die Blume, die achtlos du nicht gepflückt,

nie wieder dein suchendes Auge erblickt.

Der Bettler, der flehend am Wege stand,

nie wieder streckt er dir entgegen die Hand.

Das freundliche Wort, was du nicht gesagt

Das mutige Wort, das du nicht gewagt.

Was immer du auf deinem Weg versäumt,

was du vertändelt, was du verträumt,

was du verdorben, verkehrt gemacht,

nie wieder wird es zurecht gebracht.

Doch einer lebt, voll Gnade und Huld

Dem darfst du bringen all deine Schuld,

dem darfst du nahen zu jeder Frist

und beten: „ Mein Heiland Jesu Christ,

was ich gelebt, das decke zu,

was ich noch lebe regiere du.“

Soweit dieses Gedicht. Unser Wochenlied unterstreicht das in der dritten Strophe: „Seine Verheißung gilt auch dir, wenn er dir sagt: Komm her zu mir!“

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