/ Lied der Woche

„Ich weiß, mein Gott, dass all mein Tun und Werk“

„Gib mir Verstand aus deiner Höh, auf dass ich ja nicht ruh und steh auf meinem eigenen Willen. Sei du mein Freund und treuer Rat, was Recht ist zu erfüllen.“

So beschreibt Pfarrer Gerhardt die Tatsache, dass wir, wenn unser Leben gelingen soll, den Verstand dazu von Gott bekommen müssen, weil, so hat Paul Gerhardt in der nächsten Liedstrophe gedichtet: „Ist’s Werk von dir, so hilf zum Glück. Ist es Menschentun, so treib zurück und ändere meine Sinn. Was du nicht wirkst, das pflegt von selbst in kurzem zu zerrinnen.“

In den alttestamentlichen Sprüchen heißt es: „Keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat besteht vor dem Herrn“ (Sprüche 21, 30). Mit anderen Worten: Wenn Gott nein zu uns sagt, wissen wir nicht weiter. Darauf weist der fromme Hiob hin, wenn er sagt: „Gott nimmt weg den Verstand der Alten“ (Hiob 12, 20). Gott nimmt also manchmal den Verstand weg denen, die weise und erfahren sind. Derselbe Hiob ist es, der darauf hinweist, dass Gott manchmal den Menschen in „ihrem Herzen den Verstand verborgen“ hat (Hiob 17, 4).

Dann kann es passieren, dass Menschen sich wie Rosse und Maultiere verhalten, die ohne Verstand sind, denen man Zaum und Gebiss anlegen muss, wie es in Psalm 32 heißt. Aus dem Grund wird den Menschen empfohlen: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand“ (Sprüche 3, 5).

Das heißt: Vertraue auf Gott. Höre auf sein Wort. Gehorche ihm. Wer das tut, dem gilt, was im Buch Prediger steht. „Dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Verstand und Freude“ (Prediger 2, 26).

So ist es immer wieder in der Bibel nachzulesen. So beschreibt zum Beispiel Gott dem Mose, den neuen Werkmeister Bezalel bei dessen Einstellung in den Dienst. Gott sagt: „Ich habe ihn mit meinem Geist erfüllt, mit Weisheit, Verstand und Können … damit er in jedem Handwerk arbeiten kann“ (2. Mose 31, 2 + 5). 

Und von dem großen israelitischen König Salomo wird erzählt: „Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen Geist so weit wie Sand am Ufer des Meeres liegt“ (1. Könige 5, 9).

Auf diesen „Verstand aus der Höhe“ kommt es letztlich an in unserem Leben.

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