/ Lied der Woche

„Auf, Seele, Gott zu loben“

„Gott lässet Saaten werden zur Nahrung Mensch und Vieh.
Er bringet aus der Erden das Brot und sättigt sie.
Er sparet nicht an Güte, die Herzen zu erfreun.
Er schenkt die Zeit der Blüte, gibt Früchte, Öl und Wein.“

Eine Strophe, die leider in der gesungenen Version ausgelassen ist. Wenn Sie den Psalm 104 lesen, wenn Sie Martha Müller-Zitzkes Text lesen oder ihn auf die Melodie von Johann Steurlein singen: Ein ganzes Schöpfungs-Panorama wird da ausgebreitet – wie auf Breitleinwand oder im HD-Format. Angesichts einer solchen – wie soll ich sie nennen – Vorstellung ist nun zweierlei möglich: Entweder macht man es sich wie in einem Kino-Sessel bequem und betrachtet alles aus Entfernung. Oder aber man begibt sich mitten hinein ins Bild und stellt staunend fest: „Ich bin ja ein Teil dieser wunderbaren Schöpfung, dieses genial und vielfältig gestalteten Lebensraumes. Das alles ist auch für mich geschaffen!“
Dieses Staunen, dieses Berührt- und Ergriffensein ist auch der Ausgangspunkt für Martha Müller-Zitzke gewesen, wenn sie Gedichte und Liedtexte geschrieben hat – wie ihr Sohn Horst bezeugt:

„Es war ein innerer Drang. Sie hat einmal zum Ausdruck gebracht, es dichtet in mir. Sie hat sich eigentlich immer nur als Sprachrohr gefühlt. Sie konnte nicht etwa stricken, Texte stricken, selber verzapfen, sondern es war mehr eine Art Inspiration. Über dem Meditieren von Bibeltexten konnte sie in Gedichtform das fassen, was ihr bedeutend und wichtig wurde.“


Liedangaben:
Text: Martha Müller-Zitzke 1947
Verlag: Singende Gemeinde Wuppertal

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