/ Lied der Woche

"Es wird sein in den letzten Tagen"

„Es wird sein in den letzten Tagen“ – ein Lied wie eine Klammer. Es verbindet uns mit der Prophetie Jesajas aus dem 8. Jahrhundert vor Christus – es verbindet uns mit dem Ende der Zeit und liefert uns ein ausdrucksstarkes Bild für das, was auf uns wartet, wenn Gott seine Herrschaft aufrichtet. Und schließlich heftet diese Klammer auch unterschiedliche Phasen der jüngeren Kirchengeschichte zusammen. Als Werner Schulz den Text 1963 geschrieben hat, war die Welt bedroht vom Atomkrieg, war Europa in zwei Machtblöcke gespalten, waren die Menschen in der DDR nicht nur durch Mauer und Grenzzaun und den Schießbefehl an der innerdeutschen Grenze eingeschränkt. Die Vision Jesajas hat damals Hoffnung vermittelt und Mut gemacht, und das schafft das Lied von Werner Schulz mit der Melodie von Manfred Schlenker auch heute noch unter ganz anderen äußeren Umständen. Die Botschaft Jesajas ist und bleibt aktuell, damit auch die Botschaft des Liedes. Es weckt und nährt die Sehnsucht nach dem Friedensreich Gottes, und es bringt in Bewegung. Unter Gottes Anleitung und in seinem Licht.

Liedangaben:
CD und Buch „Gitarrenbuch zum Evangelischen Gesangbuch“
Strube Verlag, München 1997, ISMN: M-2009-1251-7

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