/ Lied der Woche

"Es wird sein in den letzten Tagen"

„Es wird sein in den letzten Tagen“ – der Theologe Werner Schulz hat das Lied 1963 getextet, als er mecklenburgischer Landesjugendpfarrer war. Und er hat sich nicht damit begnügt, die biblische Vorlage – Jesaja 2,2-5 - nachzudichten und in eine singbare Form zu bringen. Er hat auch gleich noch die Auslegung dazu geliefert. Dazu ist die dritte Strophe da. Da wird nämlich der Bezug in die Gegenwart hergestellt. Der Prophet Jesaja ist Geschichte, von ihm trennen uns fast 2800 Jahre – und seine Vision spielt in einer Zukunft, von der wir nicht abschätzen können, wie fern sie noch ist. Also stellt sich die Frage, und Werner Schulz stellt sie ausdrücklich:

Kann das Wort von den letzten Tagen aus einer längst vergangnen Zeit
uns durch alle Finsternis tragen in die Gottesstadt, leuchtend und weit?

Und er bietet als Antwort an:

Wenn wir heute mutig wagen, auf Jesu Weg zu gehn,
werden wir in unsern Tagen den kommenden Frieden sehn.

Das ist Pazifismus in kleiner Münze. Im Hier und heute Jesus folgen, seinem Vorbild nacheifern, seine Regeln beherzigen: dann bricht zwar nicht postwendend und überall der Friede aus, aber dann nimmt der Friede zumindest punktuell und zeichenhaft Gestalt an.

Liedangaben:
CD und Buch „Gitarrenbuch zum Evangelischen Gesangbuch“
Strube Verlag, München 1997, ISMN: M-2009-1251-7

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