/ Lied der Woche

"Es wird sein in den letzten Tagen"

Werner Schulz war mecklenburgischer Landesjugendpastor, als er 1963 den prophetischen Text aus dem Buch Jesaja Kapitel 2 über die Wallfahrt zum "Berg des Herrn" am Ende der Zeiten in Liedform gebracht hat.

Die Menschen im östlichen Teil Deutschlands haben sich damals nicht gerade massenhaft dem christlichen Glauben zugewandt; die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der DDR waren nicht danach. Das von Karl Marx vorhergesagte „Absterben der Religion“ vollzog sich im real existierenden Sozialismus nicht so zügig wie von der Staatsführung erhofft, aber dem konnte man ja ein wenig nachhelfen. Angesichts solcher Umstände bekommt ein Text wie der aus Jesaja 2 eine trotzige Note: Es sieht vielleicht jetzt gerade nicht danach aus, aber in den letzten Tagen, am Ende der Geschichte, da triumphiert nicht die Partei, und die klassenlose Gesellschaft, die es dann geben wird, die hat nicht das Zentralkomitee der SED geschaffen, sondern dafür hat dann Gott gesorgt.

Werner Schulz musste auch nur Jesaja zitieren, um deutlich zu machen: Auch die Menschen, die heute dem Gottesglauben reserviert gegenüber stehen oder keine Meinung dazu haben, auch sie werden ihre Chance bekommen. Mehr noch: Jesajas Prophetie zufolge werden sie diese Chance auch nutzen. Schwer vorstellbar? Vielleicht. Unmöglich? Nein.   
 

CD und Buch:
Gitarrenbuch zum Evangelischen Gesangbuch
Strube Verlag
München 1997
ISMN: M-2009-1251-7

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