/ Lied der Woche

„All Morgen ist ganz frisch und neu“

In diesem Lied von Johannes Zwick heißt es in der 3. Strophe: „Treib aus, o Licht, all Finsternis, behüt uns Herr, vor Ärgernis, vor Blindheit und vor aller Schand und reich uns Tag und Nacht dein Hand.“

Dem Missionar Paulus war der Ärger in vielfacher Hinsicht vertraut. Seinen Mitchristen in Korinth schreibt er: „Wir wollen euch nicht verschweigen, die Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, so dass wir auch am Leben verzagten …“ (2. Korinther 1, 8).

Der Theologe Lothar Coenen hat schon vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, dass „Bedrängnisse und Verfolgung den Christen nicht zufällig treffen. Zwar scheinen sie meist von bestimmten Menschenkonstellationen und Geistesströmungen oder Bewegungen auszugehen und werden tatsäch-lich immer durch reale geschichtliche Größen betrieben … Das Neue Testament aber“, so schreibt Coenen weiter, „lässt deutlich durchblicken, dass es in und hinter ihnen die Macht des Bösen am Werke sieht.“ (Lothar Coenen in: Theologisches Begriffslexikon)

Wie gut ist es, wenn man dann in einer solchen Bedrängnis so wie Friedrich Justus Perels reagieren kann. Er war Rechtsberater der bekennenden Kirche im Dritten Reich. Am 2. Februar 1945 wurde er für seinen Widerstand gegen das Naziregime durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Seine Briefe sprechen bis zum Tag der Hinrichtung von mancher Anfechtung. Weit mehr aber von ihrer Überwindung durch den Glauben an Jesus Christus. So schreibt er an seine Frau: „Wie auch alles kommen mag, wir wissen es nicht. Gott allein weiß es. Er hat mich hier nicht verlassen, sondern oft wunderbar errettet und gestärkt. Er wird dich ganz gewiss auch nicht verlassen. Halte dich ganz fest an ihn. Er ist auferstanden und lebt. Über all unserer Not, Anfechtung und Sünde dürfen wir uns in dem Tod und in der Auferstehung des Herrn trösten So hält sich bis zum bitteren Lebensende Justus Perels fest an seinem Herrn Jesus Christus, weil der ihn hält im Leben und im Sterben bis hin zur Auferstehung in seiner neuen Welt.

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