/ Lied der Woche

„All Morgen ist ganz frisch und neu“

In der zweiten Strophe bittet Johannes Zwick: „O Gott, du schöner Morgenstern, gib uns, was wir von dir begehrn.“

Der Morgenstern ist nebst Sonne und Mond das religions- und mythologiegeschichtlich bedeutsamste Einzelgestirn. In der Kunst- und Kulturgeschichte begegnet uns das Motiv des Morgenstern in vielfacher Entfaltung. Im Alltag bezeichnet der Morgenstern zunächst funktionell den vor Sonnenaufgang hervortretenden hell leuchtenden Himmelskörper. In der Antike legte man dem Morgenstern den Namen Phosphoros bei, was so viel wie Lichtbringer heißt.
Doch für Christen ist der Morgenstern ein ganz anderer Lichtbringer. Von ihm redet zum ersten Mal der Wahrsager Bileam. Er sagt: „Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von nah. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen …“ (4. Mose 24, 17). In diesem Stern sehen Christen Jesus Christus selbst. Und Jesus selbst hat sich ja auch so genannt. Auf der letzten Seite der Bibel sind seine Worte festgehalten: „Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der helle Morgenstern“ (Offenbarung 22, 16).

Und wir Menschen sind dann zur vollen Erkenntnis des Heils gelangt, des göttlichen Heils, wenn – wie Petrus schreibt – in unserem Herzen „der Morgenstern aufgegangen ist“ (2. Petrus 1, 19). Möge das auch heute für Sie und für mich ein guter Tag mit diesem Morgenstern werden.

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