/ Lied der Woche

„All Morgen ist ganz frisch und neu“

Bei der ersten Strophe dieses Liedes, das von der Kleinen Kantorei des Christlichen Sängerbundes gesungen wird, in der es heißt: „All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu; sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag“, musste ich sofort an die Klagelieder Jeremias denken. Da heißt es: „Die Güte des Herrn ist es, dass wir nicht gar aus sind. Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu und deine Treue ist groß“ (Klagelieder 3, 22+23). So ein neuer Tag hat es ja in sich. Für die einen ist er faszinierend. Für die anderen aber bedeutet er eine Qual. Die einen freuen sich über den neuen Morgen. Er treibt sie gerade zur Arbeit an. Nicht von ungefähr grüßen wir uns in Deutschland mit „Guten Morgen“. Dahinter steckt der gegenseitige Wunsch, dass von diesem guten Morgen etwas hereinstrahlen möge in den ganzen Tag. Aber die anderen Seiten eines Tages sind auch zur Genüge bekannt. Vielen Menschen graut vor dem neuen Tag. In solch einer Lage scheint Gottes Treue ganz weit weg zu sein. Doch obwohl Sie, liebe Zuhörer, vielleicht von Gottes Treue im Moment nichts spüren – sie ist trotzdem da. Gott ist treu zu Ihnen und zu mir. Warum? Weil Gott selbst keinen Schwankungen unterworfen ist. Gott ist die Treue schlechthin. Wenn ich mich auf mich selbst verlasse, dann bin ich schnell am Ende. Doch was Gott will und tut, das schafft er auch. Wo auch immer wir sind – Gottes Treue ist groß.
Das war vor ca. 2600 Jahren so im Lande Juda, als Menschen das erste Mal diese göttliche Zusage hörten. Und das gilt auch heute. Ich jedenfalls bin froh, dass ich das glauben kann. Das macht mir Mut zum Leben. 
 

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