/ Lied der Woche

Singt Gott, lobsinget seinem Namen

Ein Lied und seine Bedeutung

In diese Woche soll uns das Lied „Singt Gott, lobsinget seinem Namen“ einstimmen. Der Dichter dieses Liedes ist ein Mann, der von den Schergen des Naziregimes in den Tod getrieben wurde. Er heißt Jochen Klepper. Am 22. März 1903 wurde er in Beuthen an der Oder geboren. Nach der Schule widmete er sich dem Studium der Theologie und lebte seit 1931 als freier Schriftsteller in Berlin. Große Bedeutung erlangte sein historischer Roman „Der Vater“, in dem es um König Friederich Wilhelm I. von Preußen geht. Ein Jahr später, 1938, sozusagen bevor der schreckliche Nazisturm über Deutschland und die anderen Länder losbrach, schreibt er unter anderem das Lied „Singt Gott, lobsinget seinem Namen“.
Doch da Jochen Klepper eine jüdische Witwe mit zwei Töchtern geheiratet hat, droht ihm unter dieser Schreckensherrschaft die Auflösung seiner Ehe und die Deportation der Gattin Hanni. Nachdem seiner Tochter Renate die Ausreise verweigert wird – die Tochter Brigitte ist bereits in Sicherheit im Ausland -, entschließt sich Jochen Klepper 1942 schweren Herzen mit seiner Frau und der Tochter in den Tod zu gehen.

Die Melodie zu diesem Lied stammt von Johannes Petzold. 1912 wurde er in Plauen im Vogtland geboren.
Petzold war eine der prägenden Persönlichkeiten aus dem Bereich der kirchlichen Singbewegung und hat als kirchenmusikalischer Praktiker vor Ort deutliche Spuren hinterlassen. Jahre der Praxis als Volksschullehrer und „Dorforganist“ in verschiedenen Orten des Vogtlands folgen von 1935 bis zur Einberufung zur Wehrmacht.
Später arbeitet Johannes Petzold als Lehrer, Kirchenmusiker in Bad Berka bei Weimar, schließlich als Dozent an der Kirchenmusikschule in Eisenach. Dort in Eisenach ist er dann auch 1985 gestorben.

Lied-Infos:
Textdichter: Jochen Klepper
Komponist und Musikbearbeitung: Johannes Petzold
Interpreten: Singkreis Frohe Botschaft
CD "Herr, dein Wort, die edle Gabe"
1992 Gerth Medien [vergriffen]


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