/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Es gibt keinen "all inclusive" Gott

Bibelvers

Elifas sprach: Ich würde mich zu Gott wenden und meine Sache vor ihn bringen, der große Dinge tut, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind.

Hiob 5,8–9

In Hiob 5, 8 -9 spricht Elifas: „Ich würde mich zu Gott wenden und meine Sache vor ihn bringen, der große Dinge tut, die nicht zu erforschen sind, und Wunder, die nicht zu zählen sind.“

Das hört sich doch gut an. Endlich mal Verantwortung abgeben. Vorbei die Zeit der Sorgen oder des aktiven Problemlösens. Ich kann mich entspannen, die frische Brise genießen und mich beruhigt anderen Dingen widmen. Denn Gott, so verheißt es ja der Psalm, wird schon große Dinge tun und Wunder schaffen.

Eigentlich ein recht netter Gedanke. Gott erlöst mich von jedweder Verantwortung am eigenen Leben. Aber gibt es wirklich so einen „all inclusive“ Gott, einen übermächtigen Vater der mir schnellstmöglich aus der Patsche hilft?

Man sollte die Allmacht Gottes nicht einer individuellen Verantwortungslosigkeit verwechseln. Sicherlich, Gottes Wunder und seine große Dinge geschehen. Sie sind allgegenwärtig. Doch das bedeutet ja nicht gleich, dass jeder Einzelne nicht auch eine Verantwortung trägt.

Für mich persönlich heißt das, immer wieder abzuwägen, welche Last ich mir selbst zutraue. Andererseits kann ich darauf vertrauen, dass Gott keine Strichliste führt, sondern großzügig große Dinge tut und Wunder vollzieht.

Dies Geschenk Gottes nehme ich dankbar an, ohne es weiter zu erforschen oder zu zählen. Ich darf vertrauen auf die Gnade und Liebe Gottes. Ganz so, wie es Elifas uns rät. 

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