/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Blindes Vertrauen?

Bibelvers

Es sei Gutes oder Schlechtes – auf die Stimme des HERRN, unseres Gottes, werden wir hören.

Jeremia 42,6

„Es sei Gutes oder Schlechtes – auf die Stimme der Herrn, unseres Gottes, werden wir hören.“ Das ist doch mal ein Bekenntnis. So etwas nennt man wohl blindes Vertrauen. Das spricht man ja auch nur aus, wenn man sicher ist, dass es richtig sein wird, was von dem Gegenüber kommt. Und hier ist Gott ja der Gegenüber, der lebendige Gott, der weiß doch, was gut ist.

Ich bin beeindruckt, wenn Menschen schon zu Zeiten des Propheten Jeremias sagen konnten: „Es sei Gutes oder Schlechtes – auf die Stimme der Herrn, unseres Gottes, werden wir hören.“ Und ich hätte jetzt am liebsten gesagt: Machen Sie es auch so! Das ist doch vorbildlich!

Aber ich habe dann mal weitergelesen, nur ein paar Verse. Und schon war es mit diesem Treueschwur, mit diesem blinden Vertrauen vorbei. Es gab eine klare Ansage von Gott an das Volk und dann kam die Reaktion: „Unmöglich! Das kann nicht sein. Das hat Gott nicht gesagt! Das tun wir nicht!“ So schnell ist es vorbei mit der Treue. Warum? Weil offensichtlich die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden! So ist der Mensch – so bin auch ich. Ich habe meine Vorstellungen, meine Erwartungen, und ich neige dazu, sie mir einfach von Gott abnicken zu lassen. Sieht das Leben aber mal anders aus, als ich es mir vorgestellt habe, dann ist sie schon da, die Frage: „Warum, Gott? Warum lässt du das zu?“ Gott vertrauen heißt nicht, alles zu verstehen, was Gott entscheidet. Gott vertrauen heißt, auf die Stimme Gottes zu hören – sei es Gutes oder Schlechtes. Ich weiß, dass dies der beste Weg ist – wenn auch nicht der einfachste.

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