/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Typisch Einzelkind!

Bibelvers

Wenn jemand dieser Welt Güter hat und sieht seinen Bruder darben und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt dann die Liebe Gottes in ihm?

1. Johannes 3,17

Jedes vierte Kind in Deutschland wächst ohne Geschwister auf. Ich bin so ein Einzelkind – ein typisches Einzelkind. Noch bis heute erinnere ich mich daran, wie ich als Erst- oder Zweitklässler einmal nach Hause gekommen bin. Meine Eltern hatten Gäste. Und ein fremdes Kind hat mit meinem Spielzeug gespielt. Undenkbar! Ich weiß nicht mehr, wie ich dieses Trauma verarbeitet habe. Ich weiß nur: Heute kann ich darüber lachen – und ich erkenne: Eine tiefe Wahrheit über mich tritt in diesem Erlebnis zu Tage. Und die lautet: Als erstes komme ich. Dann kommt lange nichts. Naja, und vielleicht bleibt dann noch etwas für die anderen übrig.

Gott weiß, dass wir Menschen alle mehr oder weniger so ticken. Je nachdem, wie sozial wir eingestellt sind. Und Gott zwingt uns auch nicht zum Abgeben. Aber er warnt uns dort, wo es hart auf hart geht. Ziemlich am Ende des Neuen Testamentes, im 1. Johannesbrief, können  wir die Warnung lesen:

Angenommen, jemand hat alles, was er in der Welt braucht. Nun sieht er seinen Bruder Not leiden, verschließt aber sein Herz vor ihm. Wie kann da die Liebe Gottes in ihm bleiben und er in ihr?

Gottes Liebe ist das kostbarste Geschenk. Er gibt es Menschen, die sich auf ihn einlassen. Diese Liebe will sich verbreiten – ganz selbstverständlich. Da, wo sie Not sieht, will sie helfen – im Namen Gottes. Alles andere wäre widersinnig.

Mein altes Spielzeug ist längst weggeworfen oder im Keller eingemottet. An meiner Einzelkind-Einstellung hat Gott inzwischen mächtig gearbeitet. Ich wünsche mir, dass das so bleibt. 

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