/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Diener auf den Thron

Andreas Odrich über Markus 10, 42 - 43

Bibelvers

Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.

Markus 10,42–43

Den eigenen Ruhm genießen und zu sich aufblicken lassen. Herrscher aller Zeiten haben sich so inszeniert. In dieser Rolle wähnen sich auch zwei Jünger: Jakobus und Johannes.

Sie träumen davon, dass sie einmal im Himmel direkt neben Jesus sitzen. Premiumplatz für Lieblingsjünger. Doch Jesus holt die beiden ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.

Denn wer bei Jesus sitzen will, der muss etwas ganz anderes leisten. Der Evangelist Markus berichtet, was Jesus seinen Jüngern sagt:

Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein.

Und damit stellt Jesus auf den Kopf, was Menschen unter einem Herrscher verstehen. Er macht sich als Retter der Welt als wehrloses Kind in der Krippe ganz klein. Er lässt sich als Erwachsener schmähen und verfolgen, Jesus heilt, und kniet vor Menschen nieder und wäscht ihnen die Füße und lässt sich sogar am Kreuz hinrichten.

Ob Jakobus und Johannes diesen Weg selbst auch gehen würden? Ich merke auch für mich, da gehören ganz andere Menschen auf den Thron neben Jesus. Die, die Verfolgung leiden und die, denen ihr Glaube wirklich etwas kostet. Ich lade uns ein, in diesen Tagen ganz besonders an diese Menschen zu denken. Denn sie zeigen, was Jesus nahe sein wirklich bedeutet.


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