/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Praktische Liebe

Wolf-Dieter Kretschmer über 1. Johannes 3,18

Bibelvers

Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.

1. Johannes 3,18

„Ach, lass den mal reden!“  oder „Der redet viel, wenn der Tag lang ist!“  Wie oft habe ich solche Sätze gehört oder selbst über andere gesagt. Im Stillen habe ich manchmal gedacht: Hoffentlich redet niemand so über dich, denn ich wusste: für den Betroffenen sind solche Sätze alles andere als ein Kompliment. Im Gegenteil, wenn so über jemanden geredet wird, hat derjenige ein Problem. Offensichtlich braucht man den nicht ernst nehmen. Gar nicht gut!

Schon dem Apostel Johannes war es ein Anliegen, dass Christen nicht nur fromm reden, sondern wahrhaftig sind und ihren Worten Taten folgen lassen. Deswegen schrieb er seinen Lesern:

„Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, sondern mit der Tat und mit der Wahrheit“,
1. Johannes 3,18.

Johannes fordert mich auf, tatkräftig zu lieben. Dabei soll Wahrheit die zentrale Rolle einnehmen.

Das finde ich spannend, denn Wahrheit ist das Gegenteil von Lüge und Täuschung. Johannes legt mir ans Herz, weder mich selbst, noch meine Mitmenschen zu belügen, in dem ich sie täusche. Das wäre lieblos. Vielmehr geht es ihm um ein beherztes Handeln. Und es geht um offene, liebevolle Kommunikation.   

Ein Lied kommt mir in den Sinn, das ich früher gerne gesungen habe. Es bezieht sich auf einen Bibelvers und lautet: „Lass die Worte meines Mundes und das Trachten meines Herzens wohlgefällig sein vor dir, o Herr.“ – Das soll auch heute mein Gebet sein.


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