/ Anstoß - Gedanken zum Tag

Mitmachen oder anders machen

Tobias Schier über Römer 12, 2

Bibelvers

Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Römer 12,2

Die Viertklässler ärgern die Drittklässler. Die Drittklässler ärgern die Zweitklässler. Die Zweitklässler die Erstklässler… „Papa bin ich froh, wenn ich in der vierten Klasse bin.“

Alles Kindergarten? Von wegen! Auf dem Schulhof zeigt sich, wie die Welt funktioniert. Auch wenn ich als Schulanfänger geärgert wurde, so warte ich doch nur darauf, die Jahressprossen hochzusteigen, um die unter mir dann auch ärgern zu können.

Also bitte nicht zu erwachsen mit den Grundschülern umgehen, sondern an die eigne kindische Nase packen. Und doch: zufrieden damit, wie es läuft, sind wir alle nicht. Es müsste halt nur mal jemand damit anfangen, den Unterschied zu machen. Anders zu denken, zu reagieren, zu handeln. Den Unterschied zu machen, da wo ich gerade bin! Wenn da nicht dieser ungemütliche Gegenwind wäre, der Anschuldigungen, Spott und Verachtung mit sich trägt. Nein, das will ich nicht!  Das ist mir zu anstrengend, ich bin doch nicht die Zielscheibe aller anderen. Also bleibe ich lieber ruhig und lenke von mir ab, indem  ich am Ende doch lieber mit dem Finger auf andere zeige. Nur nicht auffallen in meinem Umfeld, in der Gesellschaft, in dieser Welt. Und überhaupt: Wer weiß denn schon, was richtig und gut ist?!

Paulus sieht das ganz anders. Er schreibt: „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Ja, das ist ein Kraftakt, ein Kraftakt des Heiligen Geistes, aber einer, der sich lohnt! Gott möchte nicht nur meinen Sinn erneuern, durch den Heiligen Geist, der in mir lebt, sondern mir auch jeden Tag aufs Neue die richtige Richtung weisen. Wir können das, was wir tun und sagen mit dem abgleichen, was Gottes Wille ist. Er will das Gute. Und er will mich dazu gebrauchen, dieses Gute in die Welt zu bringen.


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